Glockenblumen läuten den Sommer ein

Im Juni hört man es aus allen Ecken läuten. Es beginnt der Auftritt der vielen Glockenblumen. Die Pflanzengattung Campanula hat viele Mitglieder. Sie sind in jedem Garten gern gesehen. Sie versprühen einen fröhlichen Charme  und werden nicht lästig. Die Farbpalette reicht über weiß, violett zu den verschiedensten Blautönen. Neben den wild wachsenden Glockenblumen, der Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) gibt es viele verschiedene Züchtungen, die teils als zweijährige Sommerblumen oder ausdauernde Stauden vertreten sind.

So vielfältig wie sie in der Natur wachsen – in Gebirgsregionen, in Steppen, an heimischen Feldrändern oder Blumenbeet so unterschiedlich ist auch die Wuchshöhe und Winterhärte. Die meisten Glockenblumen sind sehr anspruchslos. Jedoch mögen sie humosen und durchlässigen Boden in Sonne oder Halbschatten.

Hohe Exemplare sollte man mit Stäben fixieren, damit sie nicht umknicken mit der Last der schweren Glocken.  Verblühtes schneidet man ab. Insbesondere muss man sie anfangs vor Schnecken schützen.

Hier werden einige Arten für unsere Gärten vorgestellt:

Zweijährige Glockenblume:

Marienglockenblumen werden im Sommer gesät und überwintern in einer Blattrosette. Danach blühen sie im folgenden Jahr als stattliche Exemplare mit großen weißen, rosa oder blauen Glocken.

Sie wachsen gern in der Sonne auf normalem humosen Boden. Im Beet passt sie gut zu Mädchenaugen, Margeriten, Rittersporn.

Marienglockenblume
Marien-Glockenblume

Staudenglockenblumen

Stauden-Polsterglockenblumen:

Hängepolsterglockenblume (Campanula porscharskyana) bildet ausdauernde und nichtwuchernde Polster, die sich im Juni mit ca. 30cm langen Blütenrispen schmücken. Nach der Blüte lassen sich diese Ranken gut entfernen und die Pflanze sieht wieder gut geputzt aus. Die Pflanze eignet sich gut als Wegeifassung oder für den Steingarten. Auch im Blumenkasten kann man sie einsetzen.

Hängepolster-Glockenblume

Die Dalmatiner Glockenblume bildet dichte Polster, an denen kleine kurzstielige Glöckchen erscheinen. Sie ist gut für den Steingarten geeignet. Sie stammt aus den Felsensteppen Dalmatiens.

Dalmatiner Glockenblume

Staudenglockenblumen

Die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persifolia) ist eine stattliche Erscheinung. Die Staude wird ca. 50cm hoch und kommt gern im Verein. Die Pflanze samt sich gern selbst aus und wandert so gern durch den Garten. Jedoch die Glockenblume ist nicht lästig und zur Blütezeit ein Hingucker. Es gibt sie in Weiß und Blautönen. Die Pflanze stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden. Eine Stütze  kann ihr den nötigen Halt geben. Sie passt sehr gut zu Rosen, Margeriten, Mohn und Rittersporn.

Pfirsichblättrige Glockenblumen

Knäuelglockenblume wird ca. 30cm hoch und passt gut in den Bauerngarten. Sie trägt Glockenblüten von intensivem Blau. Sie ist sehr anspruchslos und verträgt auch etwas mehr Trockenheit. Gut geeignet ist sie für Blumensträuße. Ein guter Beetpartner ist Staudenmohn.

Knäul-Glockenblume

Stattliche Pflanzen bildet die punktierte Glockenblume (Campanula punctata). Die Staude hat zahlreiche rosa hängende Glocken. Dieses Exemplar ist besonders beliebt bei Insekten. Sie passt gut in ein Staudenbeet zu Rittersporn und Astilben.

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Gartenfreundin

Die Gartenfreundin hat jahrzentelange Erfahrung im Kleingärtnern und ist die Spezialistin für Blumen und die Gartengestaltung. Kein Wildkraut zu wild, keine Blume zu bunt lautet ihr Motto. Mit kreativen und unkonventionellen Ideen rund um den Garten ist sie die treibende Kraft hinter Garten-Know-How.de.

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