Greif zur Samentüte und dein Garten wird bunt
Tipps für eine erfolgreiche Aussaat
Du wünschst dir einen schönen bunten Blumengarten und knackige Gemüse auf den Beeten? Du findest unter den vorgezogenen Pflänzchen aus der Gärtnerei nicht die richtigen Sorten? Dann greif zur Samen-Tüte und säe deine eigene Kollektion. Im Internet und Gartencentern findest du bestimmt neue und interessante Samen für dein Beet.
Der richtige Zeitpunkt für die Samen-Tüte
Auch wenn es in den Fingern kribbelt, fang nicht zu früh an. In Mitteleuropa können immer noch die Eisheilige etwa Mitte Mai mit Spätfrösten zu Gast sein. Erst dann sollten vorgezogene Pflanzen ins Freie gepflanzt werden. Normalerweise beginnt man mit der Aussaat der Samen auf dem Fensterbrett oder im geschützten Raum erst etwa Ende März. Es gibt einige Pflanzen wie z. B. die Samen von Physalis, die eine längere Entwicklungszeit brauchen. Sie reifen sonst zu spät aus. Diese sät man schon im Februar. Zu früh gesäte Pflanzen werden meist lang und dünn, da sie das Licht suchen. Beachte auch die Eigenschaften der Pflanze – ist sie ein-oder zweijährig? Davon hängt der Zeitpunkt der Aussaat ab. Zweijährige Blumen (z. B. Malven, Fingerhut, Vergissmeinnicht, Bartnelke) werden oft erst im Sommer gesäht. Ein Blick auf die Samentüte gibt Auskunft.
Das richtige Licht und die richtige Temperatur
Sind die Pflanzen Hell- oder Dunkelkeimer? Bedecke die Hellkeimer nicht oder nur ganz gering mit einer dünnen Erdschicht. Dunkelkeimer kann man richtig bedecken, aber auch nicht zu tief säen.
Wollen sie eher kühl stehen beim Keimen oder warm? Wollen sie sogar frostige Temperaturen zum Keimen? Die entsprechenden Hinweise stehen oft auf der Samentüte. Nach dem Keimen möchten die Sämlinge hell stehen. Entweder nutzt man das Fensterbrett, ein Gewächshaus oder eine Pflanzenlampe mit der richtigen Wellenlänge.

Die richtige Erde für die Samen
Die kleinen Sämlinge benötigen keine stark gedüngte Erde. In einer geeigneten sterilen lockeren Anzuchterde ohne zusätzliche Nährstoffe gedeihen sie gut und können ausreichende tiefe Wurzeln bilden. Um sicher zu gehen, dass keine Trauermücken oder ähnliche Störenfriede in der Erde sind kann man diese vorher im Backofen noch einmal dämpfen. Ca. 120°C für ca. 45 Minuten.
Die richtige Feuchtigkeit
Die richtige Feuchtigkeit ist lebenswichtig für deine Pflänzchen. Sie werden in feuchte, nicht zu nasse Erde gesät. Sie dürfen nicht ertrinken aber auch nicht vertrocknen. Das gefühlvolle Gießen oder besser das Besprühen geschieht am besten mit einem Zerstäuber.
Ausreichend Platz
Man kann den Samen in einzelne Töpfe oder Anzuchtplatten mit mehreren Vertiefungen säen oder mehrere in eine Schale. Stehen die Pflanzen zu eng muss man sie pikieren und in einzelne Töpfchen auseinander pflanzen. Pflanzen, die nicht umgetopft werden möchten sollten besser gleich ins Freiland gesät werden (Sonnenblumen, Kapuzinerkresse, Prunkwinde, Jungfer im Grünen).

Samen-Qualität
Man hat mehr Freude und Erfolgserlebnisse, wenn man qualitativ hochwertige Samen kauft, die gut gelagert wurden. Man kann von vielen Blumen auch eigene Samen sammeln und kühl und trocken aufbewahren. Mit einem Keimtest kann man erkennen, ob der Samen noch geeignet ist.
Richtig beschriften
Nicht immer kann man bei den kleinen Pflänzchen sehen, welche Pflanze es einmal wird. Deshalb ist es immer besser, die Sämlinge zu beschriften. Sonst erlebt später man später im Beet ungewöhnliche Überraschungen.
Gewöhnung an das Freiland
Vor dem Auspflanzen kann man die kleinen empfindlichen Sämlinge etwas abhärten und sie anfangs nur stundenweise ins Freie stellen. (am besten in den Halbschatten und Windschatten). Ansonsten können sie einen Sonnenbrand bekommen. Bei geeigneten Wetterbedingungen (milde Temperatur und bedeckter Himmel) werden die Pflänzchen ins Freiland gepflanzt. Man gießt sie sorgfältig an und versucht, sie vor Schnecken zu schützen.
Gerätschaften zur Aussaat
- Kleine Töpfe aus Plaste oder zersetzbarem Material oder
- Anzuchtplatten, Plasteschalen
- kleine Löffel oder Spatel
- Gute gedämpfte Aussaaterde
- Kleine Gießkanne, Ballbrause oder Zerstäuber
- Mini-Gewächshaus mit durchsichtigem Deckel

