Winterzeit – Blütezeit der Christrosen

Es ist ein Ros  entsprungen… ist ein sehr altes Kirchenlied. Es wurde schon im Mittelalter zur Advents- und Weihnachtszeit gesungen. Leider irrten unsere Vorfahren bei der Vorstellung, die Christrose sei gemeint. Die Christrose ist keine Rose. Sie ist eine Nieswurz und man konnte Niespulver daraus herstellen. Aber nicht eine Rose wurde im Lied gemeint, sondern ein Reis sollte grünen (Bibelstelle Jesaia 11, 1). 

Wie auch immer, wir sollten ein Loblied singen auf dieses zarte, aparte und so tapfere Gewächs, dass der Kälte und dem Schnee trotzt und pünktlich zur Weihnachtszeit blüht. Es ist immer wieder ein Wunder der Natur wenn die zarten weißen Blüten im Winter erscheinen.

Christrosen sind inzwischen auf vielen Balkons und Terrassen heimisch geworden und verzaubern unsere Blicke. Ihre Blütezeit reicht je nach Sorte von Dezember bis März. Ist die Pflanze verblüht, lohnt es sich, sie im Frühjahr in den Garten zu pflanzen. Hier kann sie zu großer Pracht heranwachsen. Damit sie recht lange am gleichen Standort gedeihen können muss man Folgendes beachten:

Richtiger Standort der Christrosen

Christrosen lieben kalkhaltigen lehmigen durchlässigen Boden ohne Staunässe. Am besten gefällt es ihnen im Schatten oder Halbschatten unter Bäumen. Volle Sonne ist nicht geeignet. Im ersten Pflanzjahr benötigen sie bei starkem Frost etwas Winterschutz. Pflanzen, die aus dem Gewächshaus kommen sind nicht sehr abgehärtet und benötigen ebenfalls einen Kälteschutz.  Möglicherweise blühen sie im ersten Jahr noch nicht so üppig, da sie erst ein tiefes Wurzelgeflecht bilden müssen.  Ist der Boden zu sauer werden vermehrt Blätter gebildet aber keine Blüten.

Christrose – Richtiges Düngen

Am richtigen Standort unter Bäumen benötigen die Christrosen kaum zusätzliche Nährstoffe.  Sie profitieren von der Verrottung der herunterfallenden Blätter. Etwas Kompost im Frühjahr und etwas Hornspäne im  Sommer genügen den Pflanzen. Nicht zu viel Stickstoff düngen. Das kann zur Entwicklung der Schwarzfleckenkrankheit führen, die auch häufig bei Lenzrosen  (Helleborus x orientalis) vorkommt.

Christrose mit Wildbiene zu Silvester 2020

Lenzrosen sehen Christrosen durchaus ähnlich. Sie blühen allerdings etwas später im Frühling von Februar bis April. Ihre Blüten sind meist weiß sondern häufig in verschiedenen Rosa- oder Rottönen oder  auch violett. Es gibt schon sehr viele verschiedene Züchtungen.

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Gartenfreundin

Die Gartenfreundin hat jahrzentelange Erfahrung im Kleingärtnern und ist die Spezialistin für Blumen und die Gartengestaltung. Kein Wildkraut zu wild, keine Blume zu bunt lautet ihr Motto. Mit kreativen und unkonventionellen Ideen rund um den Garten ist sie die treibende Kraft hinter Garten-Know-How.de.

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