Iris-Blütenfliege – warum sterben meine Irisknospen ab?
Ein neuer Schädling hat sich im Garten eingenistet. Es ist die Iris-Blütenfliege (Contarinia iris). Die winzige Fliege legt im Frühsommer ihre Eier in die sich entwickelnden Knospen der Iris. Die Larven der Fliege ernähren sich vom Inhalt der Knospen. Die befallenen Knospen gehen nicht mehr auf, verfaulen und vertrocknen danach. Beim Aufschneiden der verkümmerten Knospen findet man sehr häufig zahlreiche kleine weißliche Maden. Sie sind etwa 1 cm lang und sehr stabil. Bei mir sind alle Bartiris-Pflanzen betroffen – mit gelber, brauner, violetter und blauer Farbe.

Entwicklungszyklus der Iris-Blütenfliege
- Etwa im Mai schlüpfen die erwachsenen Fliegen und stechen in die sich entwickelnden Knospen der Iris.
- Die Larven der Fliege fressen den Inhalt der Knospen
- Die Larven verpuppen sich und fallen zu Boden
- Ein neuer Zyklus beginnt im Frühjahr.

Bekämpfung der Iris-Blütenfliege
Ein chemisches Pflanzenschutzmittel ist im Hausgarten nicht sehr sinnvoll. Es gibt auch kein spezifisches Mittel gegen diese Iris-Blütenfliege. Deshalb kann man nur präventiv vorgehen:
- Regelmäßige Kontrolle der Blüten und Absammeln aller matschigen, nicht aufblühenden Knospen. Sie werden sofort im Hausmüll entsorgt, damit die Maden nicht wieder zur Überwinterung in den Boden wandern. Nicht auf den Kompost entsorgen!
- Vorsichtige Bodenbearbeitung um die Iris-Horste im Herbst und Frühjahr könnte die Puppen der Fliege stören
- Abgestorbene Stängel und Blätter im Herbst entfernen und entsorgen.
- Die großen Horste der Iris öfter teilen und an neue Stellen pflanzen, die nicht von der Fliege verseucht sind. Die Irispflanzen sollen luftig stehen, nicht zu dicht pflanzen.
- Bei sehr starkem Befall engmaschige Netze zur Verhinderung der Eiablage an den Knospen der Lieblingspflanzen.

