Die Myrte – ein Schmuckstück für Balkon und Terrasse
Die immergrüne Myrte (Myrtus communis), auch Brautmyrte oder Gemeine Myrte bezeichnet, begleitet uns in Deutschland schon viele Jahrhunderte. Sie wurde schon vor hunderten von Jahren in Töpfen kultiviert. Bei Hochzeiten verwendete man sie als Kranz im Haar der Braut und als Sträußchen im Knopfloch des Bräutigams. In der Antike war sie das Lieblingsgewächs der Aphrodite, ein Zeichen für Schönheit und Jugend. Bereits die alten Griechen und Römer verwendeten in der Antike die zartblättrige Pflanze schon als Brautschmuck.

Die Myrte ist eine kleine immergrüne kleinblättrige Pflanze, die gut im Kübel gezogen werden kann. Unter guten Bedingungen wächst sie zu einem buschigen Strauch heran. Sie kann dabei bis zu 1,50m hoch werden. In ihrer Heimat im Mittelmeerraum kann sie zu Bäumen mit einer Höhe bis zu 5m wachsen.
Die kleinen zierlichen Blätter sind dunkelgrün und glänzend. Beim Zerreiben der Blätter entsteht ein aromatischer Duft. Man gewinnt daraus ein ätherisches Öl, das Myrtenöl.
Bei guter Pflege blüht die Myrte von Mai bis August mit kleinen zarten weißen duftenden Blüten. Nach der Blüte bilden sich dunkelblaue Früchte.
Standort für Myrten
Die kleinen Sträucher benötigen einen hellen warmen Standort. Im Sommer gedeihen sie gut auf dem Balkon oder der Terrasse. Myrte verträgt Morgen- und Abendsonne. Das Bodensubstrat soll durchlässig und schwach sauer sein. Kalk verträgt sie nicht. Der Boden sollte sandig bis lehmig sein.
Pflege der Myrte
Der kleine Strauch ist sehr pflegeleicht. Man muss ihn ausreichend gießen. Staunässe verträgt er jedoch nicht. Regenwasser ist besonders bekömmlich für die Myrte. Allzu kalkhaltiges Wasser schadet ihr. Leider ist sie nicht winterhart. In der Winterzeit wird nur wenig gegossen. Sie steht dann am besten in hellen kühlen Räumen bei 10 – 15°C. Die Temperatur sollte nicht unter 5°C abfallen. Etwa alle 2-3 Jahre benötigt die Myrte einen größeren Topf
Düngen der Myrte
Trotz ihrer mediterranen Herkunft benötigt die Myrte im Sommer ausreichend Dünger, damit sie kräftig blühen kann. Geeignet hierfür ist Kübelpflanzendünger.
Schneiden und Vermehren der Myrte
Die Pflanze ist sehr schnittverträglich. Man kann sie in Form schneiden wie Buchsbaum. Bei regelmäßigem Schnitt im Sommer bleibt die Pflanze stabil. Die abgeschnittenen Zweige können gut als Steckling weiter vermehrt werden. Sie bilden nach ca. 6 Wochen Wurzeln, wenn man sie ins Wasser oder in feuchte Erde steckt.
Schädlinge
Myrten werden oft mit Schildläusen befallen. Sie erkennt man am klebrigen Honigtau, der die Zweige verklebt. Auch die Weiße Fliege kann zum Problem werden. Abhilfe schafft ein Besprühen mit verdünntem Spülmittel oder ein Abstreifen per Hand, wenn die Pflanzen noch klein sind. Auch Neem-Mittel sind zu empfehlen. Der Honigtau der Schildläuse lockt gern Wespen an.

Verwendung der Myrte
Auf Sardinien wächst die Myrte zu einem richtigen Baum heran. Er kann 5m och werden. Dort wird aus den Beeren und aus den Blättern der Myrte Likör (Mirto) gewonnen. Myrtenblättern aromatisieren Fleischgerichte. Auch Desserts werden aus den Beeren hergestellt.
Die Pflanze hat zahlreiche Flavonoide und ätherische Öle, die entzündungshemmende und schleimlösende Eigenschaften besitzen. Sie wird zur Herstellung von Tees und Salben verwendet. In der Naturheilkunde verwendet man Myrte.
