Ziergarten – Arbeiten im Februar

Neue Gestaltungsideen für den Garten:
Die Gartenarbeit im Februar findet häufig noch im warmen Zimmer statt. Das Blättern in den vielen Gartenbüchern oder Gartenzeitungen bringt neue Ideen für etwas frischen Wind im Garten. Der neue Schwung könnte vielleicht auch zur Neuanlage eines geschwungenen Staudenbeets inspirieren im Kontrast zu den ewig geradlinigen Kanten.

Nach der gedanklichen Vorbereitung
– wer passt zu wem? Welche Boden- und Lichtverhältnissen herrschen vor?-
kann man bei ausreichend getrocknetem Boden bereits die Fläche bearbeiten: Boden mit Grabegabel lockern, Unkrauter mit Wurzel entfernen. Dabei kann man gleich reifen Kompost oder etwas Mineraldünger mit einarbeiten. Das Pflanzen hat noch etwas Zeit bis es frostfrei ist. Der Boden kann sollte auch ca. 4 Wochen Zeit zum Setzen haben.
Frühbeetkästen vorbereiten


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Möchte man zeitig erblühte Sommerblumen haben, dann kann man jetzt schon die Frühbeetkästen vorbereiten:
– Gut isolieren (evtl. mit Styroporplatten)
– „Heizen“ mit einer Packung von ca. 40cm hohem Pferdemist; darauf kommen ca. 15 cm Erde. Es muss genügend tief ausgehoben werden, da oben mindestens 25 cm Freiraum zum Deckel vorhanden sein sollte.

Gehölze schneiden:
Frühjahrsblüher jetzt nicht schneiden, da man sonst den Blütenansatz wegschneidet. Der Rückschnitt erfolgt erst nach der Blüte.
(Forsythie, Kerrie)

Hecken können jetzt ihren Formschnitt bekommen, der kräftig sein kann.

Sommerblühende Ziersträucher schneiden
Da Sträucher meist an neuen Trieben blühen, kann man jetzt sommerblühende Gehölze stark zurückschneiden, damit sie kräftiger wachsen und blühen. Je früher man schneidet, desto schneller bilden sich neue Triebe und Knospen.

Sommerflieder (Buddleja davidii) – (erst nach dem Frost!)
Rispen – Hortensie (Hydrangea paniculata)
Die Schneeball-Hortensie (Hydrangea arborescens) blüht am einjährigen Holz. Sie kann nach den letzten starken Frösten bis auf etwa 50 cm gekürzt werden.
Bei anderen Hortensien Arten (Hydrangea-Hybriden) sollten man nur die Blüten entfernen und dabei oberhalb des ersten Knospenpaares schneiden sowie alte abgestorbene Triebe entfernen.
Spiersträucher (Spiraea-bumalda-Hybriden)
Eibisch (Hibiscus syriacus) –
alte Triebe auslichten
Lavendel sollte erst nach den letzten Frösten geschnitten und ausgelichtet werden, ebenso Rosen (Rosa).

 

Knollen- und Zwiebelpflanzen vortreiben
Blumenrohr (Canna )
Dahlien (Dahlia)
Wunderblume (Mirabilis jalapa)
Knollenbegonien (Begonia tuberosa)
Afrikanische Schmucklilien (Agapanthus africanus) – mögen enge Töpfe)

Die Knollen werden jetzt in Gefäße mit nährstoffreicher Blumenerde gesetzt und an einen hellen und warmen Platz gestellt. Ausgepflanzt werden sie erst Ende Mai nach den Eisheiligen. Sie haben dann beim Auspflanzen einen Wachstumsvorsprung.

Dahlie

Dahlie

Kontrolle der eingelagerten Knollen
Dahlien und Gladiolen (Gladiolus) sollten im Winterlager (am besten bei 5–10 °C) auf Faulstellen kontrolliert werden.


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Erste Farbe auf Terrasse und Balkon mit Zwiebelpflanzen
Ein großes Angebot herrscht schon bei frühlingsblühenden Zwiebelpflanzen. Man kann sie eng zusammen pflanzen. Eine Drainageschicht aus Kies sollte unten im Topf sein. Bei starkem Frost sollte man die Töpfe jedoch schützen (Vlies, Zeitungspapier – oder ins Haus stellen an einen kühlen hellen Platz. Nach dem Verblühen pflanzt man die Frühjahrsblüher in den Garten.

Frühling

Frühling

Einjährige Kletterpflanzen jetzt aussäen
Wer zeitige Blüte der Kletterkünstler -z. B. Glockenrebe (Cobaea scandens) -möchte, der sollte sie jetzt auf der Fensterbank vorkultivieren.


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Laub und vertrocknete Pflanzenteile entfernen
Gegen Ende Februar sollte das Laub wird von den Beeten entfernt werden und abgestorbene Blätter und Blütenstängel der Stauden und Gräser abgeschnitten werden. Der Neuaustriebe beginnt langsam – je nach Temperaturverhältnis.

Gräser und Stauden zurückschneiden
Ziergräser und Stauden kann man zurückschneiden. Auch von Elfenblumen kann man Ende Februar das alte Laub entfernen. Dann sieht man die zarten Blüten besser.

Kleingarten im Winter

Kleingarten im Winter

Immergrüne gießen
Immergrüne Pflanzen sollten bei aufgetautem trockenem Boden ab und zu gewässert werden.

Pflanzen von Gehölzen
Wurzelnackte Gehölze (Rosen und Laubbäume) können auch jetzt noch bei frostfreiem Boden gepflanzt werden.

Hochgefrorene Pflanzen andrücken
Der Frost hebt im Herbst gepflanzte Stauden und Gehölze manchmal an. Damit die zarten Wurzeln nicht abreißen drückt man an einem frostfreien Tag die Gehölze wieder in die Erde.

Balkon- und Kübelpflanzen pflegen
Balkon- und Kübelpflanzen im Winterquartier benötigen regelmäßige Kontrollen – gibt es Schädlinge? Muss man leicht gießen?
Lange und dünne Triebe kann man zurückschneiden. Auch ein Umtopfen in neue nährstoffreiche Erde ist nützlich. Danach werden die Töpfe etwas wärmer und heller gestellt.

Winterling

Winterling – kalt erwischt!

Es gibt schon einige Gehölze und Zwiebelpflanzen, die bereits an kalten Wintertagen blühen und uns erfreuen:

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Gartenfreundin

Die Gartenfreundin hat jahrzentelange Erfahrung im Kleingärtnern und ist die Spezialistin für Blumen und die Gartengestaltung. Kein Wildkraut zu wild, keine Blume zu bunt lautet ihr Motto. Mit kreativen und unkonventionellen Ideen rund um den Garten ist sie die treibende Kraft hinter Garten-Know-How.de.

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