Winterportulak – ein Tellerkraut für jeden Teller

Winterportulak

Winterportulak (Claytonia perfoliata), auch Postelein, Kuba-Spinat oder gewöhnliches Tellerkraut genannt, ist ein leider schon fast vergessenes gesundes Blattgemüse. Es kann auch im Winter angebaut werden. Das Gemüse gehört zur Familie der Quellkrautgewächse und ist nicht mit Portulak verwandt. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika und hat sich auch bei uns als Neophyt etabliert. Man kann sie mit etwas Glück auch in der Natur finden. Verwechselungen können so gut wie nicht vorkommen, da Winterportulak ein charakteristisches Aussehen hat: kleine runde tellerförmige Blätter auf zartem Stiel. Die Pflanze wird 10-20cm hoch. Ab Februar entwickeln sich kleine weiße Blüten.

Winterportulak ist wie Feldsalat in Wintersalaten verwendbar. Besonders in der winterlichen Jahreszeit von November bis April ist es ein gutes Gemüse mit vielen wertvollen Bestandteilen wie Calcium, Eisen und einem besonders hohem Gehalt an Vitamin C. Es wird auch Miner´s lettuce genannt. Unter den Bergarbeitern Nordamerikas herrschte oft Skorbut. Indianer haben ihnen dieses Kraut mit dem hohen Gehalt an Vitamin C empfohlen.

Der Geschmack von Winterportulak ist sehr würzig und kresseähnlich. Ältere Blätter kann man wie Spinat kochen.

Kultivierung von Winterportulak

Der feine Samen des Blattgemüses keimt erst bei Temperaturen unter 12 Grad. Deshalb ist eine Aussaat erst ab September und den Folgemonaten geraten. Er wird bevorzugt in Reihen gesät mit einem Abstand von ca. 10-20cm. Bei zu dichtem Stand muss man die Pflänzchen vereinzeln. An den Boden stellt Winterportulak keine großen Ansprüche. Er sollte locker und humos sein. Er gedeiht auch im Schatten bis Halbschatten. Winterportulak ist ein Schwachzehrer.

Die Pflanzen sind sehr frostverträglich. Sie halten bis -20°C aus. Auch auf dem Balkon kann man Winterportulak anbauen, da er nur wenig wurzeln hat.

In Trockenperioden sollte ausreichend gegossen werden. Zusätzlichen Dünger benötigt die Pflanze nicht.

Ernte

Man kann die Pflanze den ganzen Winter über ernten. Lässt man die Wurzeln in der Erde, wächst die Pflanze nach. Die Blüten können mitgegessen werden. Allerdings wird die Pflanze dann etwas hart.

Rezept:

100g Winterportulak
1 Staude Chicoree
1 Apfel
1 Apfelsine
2 Kiwis
Olivenöl, Zitronensaft oder Balsamico, einige Tropfen Agavendicksaft, eine Prise Zimt,
evtl. einige Walnüsse

Zubereitung:

Winterportulak gründlich waschen, von Erde befreien und etwas kleinschneiden. Apfel, Kiwi und Apfelsine schälen und in Stücke schneiden und mit dem Blattgemüse mischen,

Öl, Zitronensaft und die Gewürze zu einer Marinade verrühren und über den Salat gießen. Wer mag, kann den Salat mit Nüssen dekorieren

Frühlingssalat
Winterportulak wächst im Winter auch im Gewächshaus
4.17/5 (6)

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Gartenfreundin

Die Gartenfreundin hat jahrzentelange Erfahrung im Kleingärtnern und ist die Spezialistin für Blumen und die Gartengestaltung. Kein Wildkraut zu wild, keine Blume zu bunt lautet ihr Motto. Mit kreativen und unkonventionellen Ideen rund um den Garten ist sie die treibende Kraft hinter Garten-Know-How.de.

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