Puschkinien – zarte hellblaue Frühlingsglocken
Sind die Schneeglöckchen am Verblühen sorgen die mehrjährigen Zwiebelblumen Puschkinien (Puschkina scilloides) für himmelblaue Farbtupfer im Frühlingsbeet. Sie sind verbreitet in Osteuropa, der Türkei, im Kaukasus und Vorderasien. Die kleinen hellblauen Glöckchen duften zart und blühen von März bis April. Sie sind mehrjährig und neigen zum Verwildern an Orten, die ihnen gefallen. Sie wachsen gut unter Bäumen und an Gehölzhecken. Puschkinien werden wie die anderen frühjahrsblühenden Zwiebelblumen im Herbst gepflanzt. Sie vertragen Fröste bis zu -20°C. Bei tieferen Temperaturen benötigen sie etwas Schutz durch Laub oder Reisig. Durch ihre zeitige Blüte gibt sie den ersten Insekten Nahrung. Die kleinen Sternchen eignen sich auch für die Kultur in Töpfen.

Die Puschkinie ist sehr robust und pflegeleicht. Sie zieht die Blätter nach der Blüte wieder ein und erscheint im nächsten Frühjahr erneut. Sie kann über Samen vermehrt werden. Wir können auch ihre Brutzwiebeln gleich nach der Blüte wieder einpflanzen. Dann sollten die kleinen Zwiebeln aber etwas Winterschutz bekommen.
Benannt wurde die Puschkinie nach dem russischen Forscher Mussin-Puschkin, der sie bei einer Exkursion entdeckte.
Steckbrief für Puschkinien
Boden: nährstoffreich, frisch, humos, keine staunässe, sonnig bis halbschattig
Blütezeit: März bis April
Blütenfarbe: hellblau mit kleinen blauen Streifen, kleine Glöckchen
Pflanzzeit: Herbst
Wuchshöhe: ca. 15 cm
Krokus – zarte FrühlingsbotenPflanzpartner: Puschkinien passen zu anderen Frühjahrsblühern wie Krokus, Netzblattiris , Schneeglanz oder Scilla.
Pflanzung: Puschkinien wirken gut in kleinen Tuffs. Sie eignen sich gut für Steingärten, Freiflächen, unter Bäumen und an Gehölzrändern

