Blut-Johannisbeere – ein rosa Blütentraum im Frühjahr
Die Blut-Johannisbeere (Ribes sanguineum) ist ein pflegeleichter und unkomplizierter mehrjähriger Strauch. Er ist mit den Stachelbeerengewächsen verwandt. Der Strauch ist im zeitigen Frühjahr mit vielen kleinen meist rosafarbenen, aber auch rötlichen oder seltener weißen kleinen Blüten bedeckt ist. Die Pflanze kommt ursprünglich aus Nordamerika und ist in unseren Gebieten gut winterhart. Sie wird gern in Kombination mit Forsythie oder einem Ranunkelstrauch gepflanzt. Da sie oft zeitgleich blühen, bildet der Farbkontrast von intensivem Rosa mit dem Gelb der Forsythie einen wunderschönen Farbakzent. Eine Unterpflanzung mit blaublühenden Gewächsen (Traubenhyazinthen, Veilchen, Lungenkraut) kann sehr reizvoll sein.
Der intensive Duft gefällt nicht jedem, aber Wildbienen und andere Insekten wie Schmetterlinge und Hummeln werden magisch angezogen. Manchmal bilden sich nach der Blüte kleine blaue Früchte, die jedoch ziemlich ungenießbar sind. Der Strauch ist jedoch nicht giftig.
Steckbrief Blut-Johannisbeere
Standort und Boden: möglichst sonnig bis halbschattig, humoser Boden ohne Staunässe und Trockenheit, möglichst windgeschützt
Wuchshöhe: 1-2m , Wuchsbreite bis zu 2m
Blütezeit: März bis April

Pflege der Blutjohannisbeere
Der Strauch ist sehr pflegeleicht. Er hat flache Wurzeln und benötigt ausreichend Wassergaben. Eine Mulchschicht auf Stroh oder trockenem Rasenschnitt schützt vor Austrocknung. Etwas Kompost im Frühjahr genügt als Düngung. Nach der Blüte kann man den Strauch etwas auslichten, damit er sich besser entwickelt. Wenn er zu sehr vergreist kann man ihn auch „auf den Stock setzen“. Das bedeutet einen völligen Rückschnitt auf ca. 30 cm. Die beste Pflanzzeit für die Blut-Johannisbeere ist das Frühjahr. Beim Pflanzen wird ausreichend gegossen.
Die Blut-Johannisbeere kann gut über Stecklinge vermehrt werden. Man kann sie als Solitär oder in Hecken pflanzen.

