Garten-Tulpe (Tulipa gesneriana)

Tulpen
Tulpen

Wohl keine andere Frühjahrszwiebelpflanze hat so viele Familienmitglieder wie die Tulpe. Ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum stammend, kam die Tulpe im 16. Jahrhunderts aus der Türkei nach Europa. Aus der Wildform wurden in Holland viele Sorten gezüchtet. Tulpen als Spekulationsobjekte verursachten sogar schon 1637 Börsenkrisen.

Inzwischen haben sich der Hype und die Preise für Tulpen normalisiert. Tulpen vielfältigster Form und Farbe werden jetzt als Massenware auf riesigen Feldern in Holland angebaut und als Schnittblumen und Gartenpflanzen verwendet.

Die Tulpen (Tulipa) sind eine Gattung der Liliengewächse (Liliaceae). Mit Hilfe ihrer Zwiebel als unterirdisches Speicherorgan können sie trockene und frostige Zeiten überstehen. Später einsetzender Frost lässt das Wachstum dieser Pflanzen stocken. Die Tulpen wachsen weiter, wenn die Temperaturen wieder höher werden. Die Kultivierung von Tulpen im Garten ist recht einfach.

Standort:

durchlässigen Böden, keine Staunässe, sonnig, im Sommer trocken

Es ist nicht so gut, die Tulpen in Nachbarschaft mit Pflanzen zu stecken, die oft gegossen werden müssen. Günstiger ist die Pflanzung neben Sträucher.

Farbe/Höhe:

gelb, rot, violett, rosa, weiß, viele Formen und unterschiedliche Höhen

Vermehrung/Pflanzung/Pflege:

Zur Überwinterung empfindlicher Züchtungen kann man die Tulpenzwiebeln nach dem Einziehen der Blätter ausgraben und in einem trockenen Raum lagern. Blätter nicht abschneiden bevor sie nicht verwelkt sind! Man kann die Tulpen auch in Pflanzkörbe setzen und nach der Blüte zum Abwelken in einer versteckten Gartenecke eingraben.

Pflanzen der Zwiebeln im Herbst, im Frühjahr nur vorgetriebene Tulpen pflanzen; Wildtulpen (Fosteriana-Tulpen) kann man in der Erde lassen. Sie werden sich an günstigen Standorten ausbreiten.
Nur im Frühjahr bei Austrieb etwas düngen (mit Kompost oder Volldünger). Eine Vermehrung mit Brutzwiebeln lohnt heute kaum. Es gibt sehr viele Angebote im Herbst.

Gute Partner:

andere Zwiebelpflanzen wie: Traubenhyazinthen, Hyazinthen – (Narzissen passen vom Standort her nicht so gut, da sie es lieber etwas feuchter mögen).

Tipps für schöne Gartenbilder

Tulpen pflanzt man gern neben später austreibende Stauden oder in den Hintergrund eines Beetes, damit die welkenden einziehenden Blätter der Tulpen besser kaschiert werden.
Als Unterpflanzung von Tulpen eignen sich Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) oder farblich passende Hornveilchen, sowie frühblühende Polsterpflanzen wie Blaukissen und auch Strahlenanemonen.

Tulpen

Tulpen und Strahlenanemonen

Späterblühende Tulpen in Kombination mit Goldlack (Cheiranthus cheirii), Zierlauch, Gämswurz oder Schöterich (Erysimum) – auch zur Forsythie passen sie gut.

Rosa oder violette Tulpen passen gut zu Tränendem Herz (Dicentra spectabilis), Silbertaler (Lunaria annua oder Nachtviolen (Hesperis).

 

Formen:

Klassische Form (der Name Tulpe lässt sich vermutlich von dem persischen und auch dem ähnlichen türkischem Wort für Turban ableiten)

  • Lilienförmige Tulpen
    Papageientulpen
    Crispa-Tulpen mit gefransten Blütenblättern
    Gefüllt blühende Tulpen

 

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Gartenfreundin

Die Gartenfreundin hat jahrzentelange Erfahrung im Kleingärtnern und ist die Spezialistin für Blumen und die Gartengestaltung. Kein Wildkraut zu wild, keine Blume zu bunt lautet ihr Motto. Mit kreativen und unkonventionellen Ideen rund um den Garten ist sie die treibende Kraft hinter Garten-Know-How.de.

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