Zierquitten – ein schmackhaftes Wildobst

Zierquitten
Zierquitten

Zierquitten (Chaenomeles) gehören zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).  Der dornige Strauch erfreut uns im zeitigen Frühling mit schönen roten, rosa oder orangen Blüten. Insekten schätzen diese zeitige Nahrungsquelle sehr.

Die Zierquitte wird ziemlich dicht und ca. 1 -1,50m hoch. Die Zweige kann man schon zeitig schneiden und zur Blüte bringen. Sie blühen am älteren Holz. Die Zierquitte kann man auslichten, wenn die Zweige zu dicht werden. Man kann sie über Stecklinge gut vermehren.


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Zierquitten eignen sich für Gefäße, in kleinen Hecken oder einzeln im Beet. Auch unter großen Bäumen wachsen sie noch gut.

Bei Blüte zu guten Wetterbedingungen entwickeln sich im Laufe des Sommers kleine gelbe essbare Früchte. Wenn die Früchte Ende September ausgereift sind, duften sie sehr angenehm. Die Zierquitten enthalten viel Vitamin C. Sie sind aber roh quietschsauer.  Deshalb werden sie auch schwerzhaft als Zitrone des Nordens bezeichnet. Gekocht können sie gut zu Fisch in der Soße verwendet werden. Auch bei Fleischgerichten, wie z. B. Putengeschnetzeltem kann man eine Zierquitte mit beim Schmoren zufügen. Es ergibt sich ein angenehm säuerliches Aroma.

Aus dem Wildobst kann auch Marmelade, Gelee oder Likör hergestellt werden. Marmelade kocht man wie Quittenmarmelade.


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Rezept für Zierquittenmarmelade

1 Kg kleingeschnittene Zierquitten (kann auch mit richtiger Quitte gemischt sein)
500g Gelierzucker (2:1)

Zerkleinerte Früchte mit Gelierzucker mischen und nach Anleitung ca. 4 Minuten kochen lassen. Danach in saubere Twist-off-Gläser füllen, mit sterilisiertem Deckel schließen, abkühlen lassen (dazu zuerst auf den Kopf stellen)


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Rezept für Zierquittenlikör   –  „Limoncello des Nordens“

Man verwendet hierzu am besten sehr reife duftende Früchte. Sie werden gewaschen, entkernt und in kleine Stücke geschnitten und gewogen.

Ein 5- Liter-Glas wird zur Hälfte mit zerkleinerten Zierquitten gefüllt.  Danach wird Kandiszucker zugegeben (1/3 des Gewichtes der Zierquitten). Zur Geschmacksverfeinerung gibt man noch eine Vanilleschote – oder wer mag- auch einige kleinere Ingwerstückchen dazu. Danach wird mit Doppelkorn oder Wodka aufgefüllt und das Glas verschlossen.

Hat man weniger Früchte, kann man sie auch mit entsprechend weniger Schnaps ansetzen.

Das Gefäß wird nun auf das möglichst sonnige Fensterbrett gestellt und ab und zu gerührt oder geschüttelt. Man kann zusehen, wie die Fruchtstückchen langsam herabsinken. Sind alle unten, dann ist der Prozess bald abgeschlossen. Es dauert ca. 2-3 Monate.

Danach siebt man die Früchte heraus. Die Flüssigkeit kann man noch durch einen Filter gießen. Der Likör hat nun eine schöne goldene Farbe, die sich bei längerer Lagerung noch intensiviert, falls der Likör nicht vorher alle wird.

Aus den leckeren gehaltvollen Früchten kann man noch eine Marmelade kochen oder sie stückchenweise im Obstsalat oder Kompott einsetzen.

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Gartenfreundin

Die Gartenfreundin hat jahrzentelange Erfahrung im Kleingärtnern und ist die Spezialistin für Blumen und die Gartengestaltung. Kein Wildkraut zu wild, keine Blume zu bunt lautet ihr Motto. Mit kreativen und unkonventionellen Ideen rund um den Garten ist sie die treibende Kraft hinter Garten-Know-How.de.

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