Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Rosmarin
Rosmarin

Der Rosmarin ist ein immergrüner Halbstrauch mit würzigem Duft. Er wächst wild im Mittelmeerraum. Auch bei uns bevorzugt er sonnige trockene Plätze im Kräuterbeet und ist ein dankbares Küchen-Gewürz.

Rosmarin im Kräuterbeet

Standort: sonnig, feuchter normaler Gartenboden
Blütezeit: Juni bis August
Farbe: blau
Schnitt: nur im Frühjahr
Vermehrung: über Stecklinge, Aussaat schwierig, aber machbar
Gute Partner: andere Kräuter

Rosmarin Aussaat

Die Aussaat von eigenen Rosmarin-Samen ist ein Geduldsspiel. Es kann schon etwa zwei bis drei Wochen dauern, bis die Samen keimen.
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Wer nicht allzulange auf sein eigenen Strauch im Garten, in der Küche oder auf dem Balkon warten möchte, kann auch einfach ein bereits vorgezogenes Büschlein zum Beispiel im Supermarkt seines Vertrauens besorgen und einpflanzen. Der echte Kleingärtner greift aber bestimmt lieber auf das Saatgut zurück. 🙂

Rosmarin Pflege

Der Rosmarin ist recht pflegeleicht und benötigt nicht allzuviel Wasser. Er eignet sich auch gut als Kräuterpflanze in der Küche oder auf dem Balkon. Im Frühjahr, bevor die ersten neuen Triebe wachsen, kann man die Pflanzen zurückschneiden. Bei dem Rückschnitt verzweigt er sich aber unter Umständen nicht so schön, wie z.B. Basilikum.

Rosmarin überwintern

Nur ältere Rosmarinpflanzen haben in unserem Klima eine Chance zum Überleben im Beet. Dafür müssen sie warm eingepackt werden, am besten mit trockenem Laub. Aber da die Blätter immergrün sind, müssen sie noch genügend Licht und Luft bekommen.

Jüngere Pflanzen überstehen den Winter besser in einem kühlen hellen Raum. Sparsames Gießen nicht vergessen! Sind die Pflanzen zu jung oder der Winter zu kalt, wird er im folgenden Frühling wahrscheinlich nicht neu austreiben.

Verwendung als Gewürz

Rosmarin hat einen sehr intensiven, aromatischen Geruch und einen intensiven, harzigen, leicht bitteren Geschmack. Er eignet sich besonders gut zum Würzen von gebratenem Fisch und Fleisch, Pilzen sowie natürlich für die beliebten Rosmarinkartoffeln. Das Gewürz sollte  jedoch aufgrund seines intensiven Geschmacks nur sparsam verwendet werden.

Rosmarinkartoffeln

Ca. 1 Kg   mittlere Kartoffeln – möglichst neue
1,5 EL      Raps- oder Olivenöl
3 Zweige Rosmarin, klein gehackt
1,5 TL      Meersalz
2               gepresste Knoblauchzehen oder mehr, wenn gewünscht
1 Prise     Pfeffer oder Chili

Der Backoffen wird auf ca. 200°C Ober/Unterhitze vorgeheizt (Umluft ca. 160°C). Ein Backblech wird mit Backpapier belegt und mit genügend Öl eingefettet. Die möglichst neuen Kartoffeln werden sorgfältig mit einer Bürste von Erde gereinigt und halbiert.
Variante a:
Die gehackten Rosmarin-Nadeln und die gepressten Knoblauchzehen werden auf dem Blech verteilt.
Kartoffeln werden mit der Schnittfläche auf das Backpapier gelegt, so dass sie auf dem Rosmarin und Knoblauch liegen und im Ofen gebacken.
Variante b:
Kartoffeln und Öl mit Knoblauch und Rosmarin in einer Schüssel mischen und dann mit der Schnittfläche auf das Backbleck legen.

Nach ca. 30-40 Minuten kann man nachsehen, ob die Kartoffeln gar sind und die gewünschte gebräunte Schnittfläche haben.
Tipp: man kann auch bereits gekochte und halbierte Pellkartoffeln mit Schale verwenden, um den Backprozess zu verkürzen!

Da Rosmarin eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung hat, kann er bei Magen-Darm-Beschwerden und Blähungen verwendet werden. Weiterhin sagt man Rosmarin eine durchblutungsfördernde Wirkung bei Verwendung in Massageölen nach.

wildwachsender Rosmarin auf Mallorca

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Rosmarin

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Rosmarin Blüte

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Gartenfreundin

Die Gartenfreundin hat jahrzentelange Erfahrung im Kleingärtnern und ist die Spezialistin für Blumen und die Gartengestaltung. Kein Wildkraut zu wild, keine Blume zu bunt lautet ihr Motto. Mit kreativen und unkonventionellen Ideen rund um den Garten ist sie die treibende Kraft hinter Garten-Know-How.de.

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