Nutzgarten – Arbeiten im Oktober

Nutzgarten: es gibt noch viel zu ernten.

Obstgarten

Noch ist Pflanzzeit für Gehölze im Nutzgarten. Wurzelnackte Pflaumen- oder Kirschbäumchen sollten jetzt nach dem Kauf möglichst rasch eingepflanzt werden. Unter Obstbäumen führt das Mulchen mit organischem Material zu einer besseren Bodenfruchtbarkeit. Es verhindert das Austrocknen und hilft Bodenlebewesen beim Überwintern.

Die letzten Äpfel sollten gepflückt werden. Nur einwandfreie, von Hand gepflückte nicht angestochene Äpfel eignen sich für die Lagerung bei ca. 1-5°C. Alle beschädigten Äpfel sollte man gleich ausschneiden verwerten.
Obst und Gemüse müssen getrennt gelagert werden, da die reifenden Früchte Äthylen abgeben. Nur einwandfreies Obst und Gemüse einlagern.


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Walnüsse im Nutzgarten werden aufgesammelt, gleich nachdem sie herunterfallen und danach getrocknet. Sie können in einem luftigen Netzbeutel aufbewahrt werden. Das Einfrieren der geknackten der Nüsse hat sich bewährt, wenn man den Befall mit Dörrobstmotten befürchtet.

Ab Ende Oktober kann man die abgetragenen Ruten der Himbeeren zurückschneiden. Bei Sommer-Himbeeren werden alle zweijährigen Triebe dicht über dem Boden zurückgeschnitten. Von den einjährigen Trieben bleiben für die Ernte im nächsten Jahr nur die kräftigsten stehen. Sie werden sorgfältig angebunden.

Bei Herbst-Himbeeren werden die abgeernteten Ruten auf Bodenhöhe abgeschnitten. Sie treiben im nächsten Jahr neu aus und bilden im Herbst Beeren.

Brombeeren werden ausgeschnitten angebunden. Die Pflanzen werden gemulcht, um die Feuchtigkeit im Boden zu erhalten und den Humusanteil zu erhöhen.

Gemüsegarten

Die Tomatenpflanzen tragen im Oktober oft noch einige grüne Früchte. Sie reifen noch nach, wenn man sie in Obststiegen legt und an einem gut temperierten Raum (z. B. auf dem Küchenschrank) mit Zeitungspapier abdeckt. Sie reifen im Dunklen nach.


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Die Beete werden jetzt beräumt und mit Gründüngung (Phacelia, Gelbsenf, Serradella….) besät.


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Auf freiwerdenden Beeten kann man auch noch einmal Feldsalat für die Winterernte aussäen.

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Kräutergarten

Im Kräutergarten sollte man Minzen, Thymian und andere wärmeliebende Pflanzen bei Frostgefahr mit Reisig abdecken. Vorher kann man sie mit Laub umgeben. Wer im Winter frische Minze haben möchte, kann jetzt einige Ausläufer in Töpfe pflanzen und auf dem Fensterbrett aufstellen.
Besonders liebgewordenen Kräuter wie Anannassalbei oder Strauchbasilikum (African Blue) kann man über den Winter retten, indem man Stecklinge schneidet, die schnell Wurzeln bekommen. In Töpfen können sie die Winterzeit am Fensterbrett überleben.

Im Herbst fällt viel Kompost an. Stickstoffreiche Abfälle wie Obst, Grasschnitt und Gemüseabfälle sollten gut mit stickstoffarmen, wie z. B. trockenen Stängeln und Holzhäcksel gemischt werden. Der alte Kompost wird umgesetzt.

Richtiger Zeitpunkt zum Umgraben?Nein! besser erst wenn der Boden sehr kalt ist, denn Schnecken lieben noch warmen Boden zur Eiablage! Gern legen sie ihre Eier auch unter Topfpflanzen ab.

 

 

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Gartenfreundin

Die Gartenfreundin hat jahrzentelange Erfahrung im Kleingärtnern und ist die Spezialistin für Blumen und die Gartengestaltung. Kein Wildkraut zu wild, keine Blume zu bunt lautet ihr Motto. Mit kreativen und unkonventionellen Ideen rund um den Garten ist sie die treibende Kraft hinter Garten-Know-How.de.

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1 Antwort

  1. Anonymous sagt:

    Hallo Britta, wie nett, dass du dich gemeldet hast, das freut mich sehr. Beim Zeitpunkt zum Ausbringen des Komposts scheiden sich die Geister: Für den Herbst spricht, dass es die Natur mit dem Abwurf organischen Materials so vormacht (wir kuscheln auf den Kompost ja auch noch Blätter drüber) und weil ich im Frühling sofort säen kann, ohne vorher Kompost ausbringen zu müssen, der sich erst noch setzen müsste (fürs Gemüsebeet wäre er dann zu „scharf“). Weitere Vorteile sind die feinkrümeligere Struktur der Erde nach dem Frost und die geringere Anzahl der Krankheitserreger. Ich werde jetzt noch Beete umgruppieren und neue Pflanzen setzen, da passt es schon. Fürs Frühjahr spricht die höhere Nährstoffmenge direkt zum Austrieb, wie du ja auch schreibst. Daher bringe ich dann die nächste Ladung direkt rund um die hungrigsten Pflanzen, aber nicht mehr flächendeckend aus. Den Kompost decken wir später über den Winter auf der Miete ab, um ihn vor zu viel Ausschwemmung zu schützen, denn im Gegensatz zum gesamten „Organismus Garten“ sind unterm Kompost ja keine dankbaren Abnehmer 😉 Herzliche Grüße!

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