Mexikanische Minigurke – ein kleiner Snack nebenbei

Mexikanische Minigurke
Mexikanische Minigurke

Die Mexikanische Minigurke (Melothria scabra) ist bei uns leider noch wenig bekannt. Sie ist etwa so groß wie eine Stachelbeere und sieht aus wie eine kleine Melone für die Puppenstube. Sie ist eine leckere Bereicherung für unseren Gaumen. Die mexikanische Gurke ist sehr dekorativ und kann roh, geschmort und gekocht gegessen werden. Ihr Geschmack erinnert an Gurken – mit einem etwas sauren Nachgeschmack. Besonders Kindern schmecken die jungen noch grünen Gurken gleich von der Ranke frisch gepflückt am besten.  Später werden sie gelblich und haben mehr Kerne. Die Kletterpflanze ist wie alle Gurken, Melonen und Kürbisse nicht winterhart, sondern wird einjährig angebaut.

Sie stammt aus Mittelamerika und wird dort „Cucamelon“ genannt. Eine etwas freie lustige Übersetzung wäre dann „Melone für Cucarachas“.

Mexikanische Minigurke

Die mexikanische Minigurke ist eine Kletterpflanze. Daher braucht sie ein Rankgerüst. Die Kletterpflanze ist aber nicht so starkwüchsig wie die Inkagurke. Sie hat männliche und weibliche Blüten und sollte daher im Freien angebaut werden, damit die Insekten sie bestäuben können. Sie wird auch sehr gern von Insekten besucht, obwohl ihre gelben Blüten recht klein sind.

Mexikanische Minigurke Blüte
Blüte der Minigurke

Die Pflanze bildet sehr kräftige Wurzeln, die man im Herbst ausgraben kann und ähnlich wie Dahlienwurzeln überwintert. Nach den Eisheiligen Mitte Mai kann man sie dann wieder an das Gerüst auspflanzen. Das gibt ihr einen Vorsprung zu den aus Samen gezogenen Pflanzen. Es gibt in einigen Gärtnereien Samen wie auch bereits getopfte Pflanzen zu kaufen.

Minigurke – Anbau und Pflege

Die Minigurke zieht man am besten im Frühjahr selbst aus Samen.  Dabei sollte man sie möglichst nicht pikieren, da ihre Wurzeln sehr zart sind. Die Pflanze wächst auch im Kübel gut und ist auf dem Balkon gut aufgehoben. Hier dient sie auch gleich als hübscher grüner und blühender Sichtschutz.

Mexikanische Minigurke als Kletterpflanze
Minigurke als Kletterpflanze
  • Standort: sonnig, windgeschützt, nahrhafter lockerer Gartenboden
  • Aussaat: ca. Mitte März im Haus, Keimtemperatur ca. 18-25°C,
    Aussaat im Freien ab Mitte Mai
  • Auspflanzen: ab Mitte Mai nach Ende der Frostperiode am Spalier
  • Rankhöhe:  ca. 2,50m, Pflanzabstand ca. 40cm
  • Pflege der Minigurke: mäßig gießen, nicht zu viel düngen
  • Schädlinge/Krankheiten: keine bisher bekannt, Mehltau kann in feuchten Jahren auftreten.
  • Überwinterung: im Herbst die kräftigen Speicherwurzeln ausgraben und wie Dahlienknollen frostfrei überwintern

Minigurke – Ernte und Verwendung

Die Minigurken erntet man von Juli bis Oktober laufend. Sie schmecken jung besonders gut und sind sehr knackig. Sie hält sich kurz im Kühlschrank. Aber man sollte sie dann aber schnell verbrauchen.

Ferner dekorieren Minigurken jeden grünen Salat – geschnitten oder im Ganzen. Auch kann man sie süß-sauer wie Gurken einlegen. Dafür nutzt man Dill, Kräutern, Essig – wie in bekannten Rezepten beschrieben. Die Cucamelon wird in der Suppe verwendet und dekoriert lustig Kräuterquarkspeisen. Am besten kann man sie aber einfach von der Pflanze naschen.

Mexikanische Minigurke sauer eingelegt
sauer eingelegt
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Gartenfreundin

Die Gartenfreundin hat jahrzentelange Erfahrung im Kleingärtnern und ist die Spezialistin für Blumen und die Gartengestaltung. Kein Wildkraut zu wild, keine Blume zu bunt lautet ihr Motto. Mit kreativen und unkonventionellen Ideen rund um den Garten ist sie die treibende Kraft hinter Garten-Know-How.de.

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