Anlegen einer Blumenwiese – Gärtnern für Faule

Blumenwiese
Die Farbe Rot in der Blumenwiese

Nicht jeder möchte ständig den Rasenmäher schieben und die Nachbarn mit dem Radau erfreuen?

Eine Alternative dazu ist die Anlage einer Blumenwiese mit Wildblumen. Sie hat den großen Vorteil, dass man nur ca. 2x im Jahr mähen muss. Dünger wird nicht benötigt. Auch für Insekten ist das ein gefundenes Fressen. Viele Blumen und Kräuter locken Käfer, Bienen, Hummeln und Schmetterlinge in den Garten. Man kann mit einer bunten Blumenwiese auch einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung unseres Ökosystems leisten. Die Erhaltung unsere Bienenbestände ist sehr wichtig für die Befruchtung unserer Obst- und Gemüsekulturen.

Allerdings sollte die Wiese nicht zu oft betreten werden. Die Fläche sollte nicht kleiner als 12qm und in sonniger Lage sein.

Es gibt verschiedene Saatmischungen im Handel. Sie enthalten je nach Anbieter folgende Pflanzen – auch Ackerwildkräuter:

Mohn, Kornblumen, Seidenmohn, Natternkopf, Wiesensalbei, Wiesenflockenblume, Scharfgarbe, Kümmel, Dill, Wiesenmargerite, Thymian, wilde Möhre, Hornklee, Johanniskraut, Schleifenblumen, Malven, Lein sowie verschiedene Gräser

Vorbereitung des Bodens:

Der Boden sollte mager und kalkhaltig sein, schwere und nährstoffreiche Böden sollten mit Sand oder kleinkörnigem Kies abgemagert werden. Der ursprüngliche Bewuchs sowie Unkräuter (wie Quecke, Giersch usw.), Steine und Wurzeln müssen entfernt werden. Zum Schluss wird alles gelockert und glattgeharkt.

Aussaat:

Den Samen mit etwas Sand oder Sägemehl vermischt zwischen März und Mai breitwürfig aussähen, etwas – nicht zu tief – einharken und wässern, vor Vogelfraß schützen. Die Wiese keimt in 2-4 Wochen (falls Vögel nicht vorher daran Gefallen finden…)

Pflege:

Am Anfang sollte ausreichend gewässert werden. Eine erste Mahd kann nach ca. 8 Wochen erfolgen, damit Pflanzen, deren Samen schon vorher im Boden waren eingedämmt werden.

Probleme:

Es ist möglich, dass nicht alle Samen aufgehen, da die Pflanzen unterschiedliche Keimbedingungen (Licht- und Dunkelkeimer) und Keimzeiten haben. Wiesenblumen sind meist Lichtkeimer.

Nach 2-3 Jahren kann es sein, dass robuste Gräser die Blumen verdrängen. Die Qualität des Saatguts ist hierbei wichtig. Ackerblumen sind nur kurzlebig. Viele Blumensamen können auch selbst in der Umgebung gesammelt werden ohne gegen die Naturschutzbestimmungen zu verstoßen.

Blumenwiese

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Gartenfreundin

Die Gartenfreundin hat jahrzentelange Erfahrung im Kleingärtnern und ist die Spezialistin für Blumen und die Gartengestaltung. Kein Wildkraut zu wild, keine Blume zu bunt lautet ihr Motto. Mit kreativen und unkonventionellen Ideen rund um den Garten ist sie die treibende Kraft hinter Garten-Know-How.de.

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